Christi Äußerungen über die Endzeit und die Offenbarung des Johannes

Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 enthalten Prophezeiungen Jesu über die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, die im Jahr 70 n. Chr. geschah, und Prophezeiungen über die so genannte Endzeit. Die Endzeit sind die Jahre unmittelbar vor der Wiederkunft Christi auf diese Erde. Die Ereignisse scheinen vermischt: Manche Äußerungen betreffen die Zeit 70 n. Chr., andere die Endzeit. Diese Art der Doppelsinnigkeit findet sich auch im Alten Testament häufig und kann dort als eher charakteristisches Merkmal prophetischer Rede angesehen werden. Die Abfolge der Geschehnisse, die Jesus ankündigt, sind in Übereinstimmung mit der Abfolge der Geschehnisse, die Johannes in Offenbarung 6 sieht. Die folgende Tabelle zeigt einige Korrespondenzen:

Offenbarung 6:1-16Matthäus 24:3-14 [und Parallelstellen]Kommentar
[1] Und Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Jünger traten zu ihm, dass sie ihm zeigten des Tempels Gebäude. [2] Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde. [3] Und als er auf dem Ölberge saß, traten zu ihm seine Jünger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das geschehen? Und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und des Endes der Welt? [Mark. 13:4Sage uns, wann wird das alles geschehen? und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden?, Luk. 21:7Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soll das werden? und welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird?]
[4] Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, dass euch nicht jemand verführe. [5] Denn es werden viele kommen unter meinem Namen, und sagen: „Ich bin Christus“ und werden viele verführen. [Mark. 13:5-6[5] Jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen: Sehet zu, dass euch nicht jemand verführe! [6] Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: „Ich bin Christus!“ und werden viele verführen., Luk. 21:8Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verführen. Denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: „Die Zeit ist herbeigekommen.“ Folget ihnen nicht nach!]Dieser Vers betrifft die Zeit der Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. F. JosephusAntiquitates Judaicae, Bd. XX, Kap. 5:1 In Bd. XX, Kap. 8:6 berichtet, dass ca. 45 n. Chr. ein Verführer namens Theudas auftrat. AndernortsAntiquitates Judaicae, Bd. XX, Kap. 8:6

Dort schreibt Josephus auch von einem Ägypter, der sich als Prophet ausgab und mit seinen Nachfolgern auf den Ölberg zog. Vierhundert seiner Nachfolger wurden dann von den Römern erschlagen.
erwähnt er weitere „Verführer“.
[1] Und ich sah, dass das Lamm der Siegel eines auftat; und hörte der vier Tiere eines sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm! [2] Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone, und er zog aus sieghaft, und dass er siegte. Christus wird in der Bibel auf einem weißen Pferd sitzend dargestellt, allerdings trägt er keinen Bogen, sondern ein Schwert, Off. 19:11-15[11] Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. [12] Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wusste denn er selbst. [13] Und er war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt „das Wort Gottes“. [14] Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. [15] Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen.. Es ist darum denkbar, dass der Reiter mit Bogen ein falsches Christentum symbolisiert, das die Welt erobert.
[3] Und da es das andere Siegel auftat, hörte ich das andere Tier sagen: Komm! [4] Und es ging heraus ein anderes Pferd, das war rot. Und dem, der darauf saß, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde und dass sie sich untereinander erwürgten; und ihm ward ein großes Schwert gegeben.[6] Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschrecket nicht. Das muss zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. [7] Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere, und werden sein ... [Mark. 13:7-8[7] Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Denn es muss also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da. [8] Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang., Luk. 21:9-10[9] Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Empörungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. [10] Da sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben wider das andere und ein Reich wider das andere]
[5] Und da es das dritte Siegel auftat, hörte ich das dritte Tier sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. [6] Und ich hörte eine Stimme unter den vier Tieren sagen: Ein Maß Weizen um einen Groschen und drei Maß Gerste um einen Groschen; und dem Öl und Wein tu kein Leid![7] ... und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. [8] Da wird sich allererst die Not anheben. [Mark. 13:8Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang., Luk. 21:11... und es werden geschehen große Erdbeben hin und wieder, teure Zeit und Pestilenz; auch werden Schrecknisse und große Zeichen am Himmel geschehen.]Der Groschen für Weizen etc. ist ein Betrag, der einem Tageslohn entsprach, sodass mit dem schwarzen Pferd eine Teuerung Einzug hält, wie auch von den Worten in Matthäus angekündigt.
[7] Und da es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme des vierten Tiers sagen: Komm! [8] Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, des Name hieß Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben, zu töten den vierten Teil auf der Erde mit dem Schwert und Hunger und mit dem Tod und durch die Tiere auf Erden.
[9] Und da es das fünfte Siegel auftat, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die erwürgt waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten. [10] Und sie schrien mit großer Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächest unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?[9] Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr müsset gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern. [10] Dann werden sich viele ärgern und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. [Mark. 13:12-13[12] Es wird aber überantworten ein Bruder den anderen zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie helfen töten. [12] Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig., Luk. 21:16-17[16] Ihr werdet aber überantwortet werden von den Eltern, Brüdern, Gefreunden und Freunden; und sie werden euer etliche töten. [17] Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.]Vielleicht sind die Seelen der Getöteten in der Zeit des fahlen Pferdes getötet worden. Vielleicht. Dass Christen verfolgt und getötet werden ist wahrscheinlich zu Recht auf die Zeit vor 70 n. Chr. zu beziehen (Luk. 21:11-13[11] und es werden geschehen große Erdbeben hin und wieder, teure Zeit und Pestilenz; auch werden Schrecknisse und große Zeichen am Himmel geschehen. [11] Aber vor diesem allem werden sie die Hände an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse und vor Könige und Fürsten ziehen um meines Namens willen. [11] Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis.) und gleichermaßen auf die Endzeit (Mark. 13:12-13[12] Es wird aber überantworten ein Bruder den anderen zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie helfen töten. [12] Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig.). Auch nach dem 5. Siegel werden noch Christen getötet werden (Off. 6:9-11[9] Und da es das fünfte Siegel auftat, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die erwürgt waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten. [10] Und sie schrien mit großer Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächest unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? [11] Und ihnen wurde gegeben einem jeglichen ein weißes Kleid, und ward zu ihnen gesagt, dass sie ruhten noch eine kleine Zeit, bis dass vollends dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch sollten noch getötet werden gleich wie sie.).

Reihenfolge der Ereignisse in unserer Zeit

Nach obiger Tabelle sieht es so aus, als ob in unserer Zeit folgende Ereignisse zu erwarten sind:

1. Reiter auf weißem Pferd: Möglicherweise wird ein unwahres, falsches Christentum die Welt dominieren. Vielleicht ist das schon eingetreten.

2. Reiter auf rotem Pferd: Es wird viele Kriege geben. Verschiedene Völker erheben sich gegeneinander. Es sterben dabei viele Menschen. Möglicherweise wird das gerade Realität.

3. Reiter auf schwarzem Pferd: Es wird eine teure Zeit kommen, es wird Erdbeben geben, es wird Seuchen geben.

4. Reiter auf fahlem Pferd: Ein Viertel (!) der Menschheit wird durch Krieg, Hunger etc. sterben (komischerweise steht in Offenb. 6:8 auch: durch Tiere).

Erst danach beginnen die furchtbaren letzten Gerichte, siehe Offenbarung ab Kapitel 8.

Wann beginnt das Tausendjährige Reich?

Der Zeitpunkt der Schöpfung liegt ungefähr 6000 Jahre zurück. Wenn man erwartet, dass das Tausendjährige Reich nicht weit entfernt ist, dann kommt man leicht auf die Idee, die Erdgeschichte könnte insgesamt auf die Dauer von 7000 Jahren angelegt sein. Die Parallele ist natürlich die 7-tägige Woche und der biblische Hinweis, dass für Gott ein Tag wie tausend Jahre sind (2. Petr. 3:8Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.). Man kann versuchen, den Zeitpunkt der Rückkehr Christi und den damit einhergehenden Beginn des Tausendjährigen Reiches näher zu bestimmen. Vereinzelt haben Menschen versucht, den Tag der Wiederkunft Christi vorherzusagen, sind aber vorhersehbar gescheitert (Mark. 13:32Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.). Zu dem Versuch einer ungefähren zeitlichen Orientierung rät Christus gleichwohl: Luk. 21:29-31[29] Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume: [30] wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, dass jetzt der Sommer nahe ist. [31] Also auch ihr: wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, dass das Reich Gottes nahe ist..

Die Generationstabellen und die Lebensalterangaben, die man in der Bibel findet (1. Mose 5, 1. Mose 11 u. a.), kann man als Grundlage nehmen, um das Jahr der Schöpfung zu bestimmen. Bei der Aneinanderreihung der Lebensalter gibt es ein paar Unwägbarkeiten, so dass nicht alle Versuche zum selben Ergebnis führen: Luther errechnete als Jahr der Schöpfung 3961 v. Chr., Melanchthon kam auf 3964 v. Chr., beide auf Grundlage des masoretischen Textes. Besondere Sachkenntnis muss man dem Engländer Duncan MacDougal attestieren, der 1840 eine AbhandlungMacDougal, Duncan: A treatise on the chronology and the prophetical numbers of the bible. London: Hatchard & Son, 1840. zum Thema veröffentliche, in der er das Schöpfungsjahr auf 3969 v. Chr. fixiert und das Todesjahr Jesu auf 31 n. Chr. Das würde bedeuten, dass die Kreuzigung Jesu exakt mit dem Beginn des 5. Jahrtausends zusammenfällt und das 7. Jahrtausend im Jahr 2031 beginnt. Als grobe Orientierung mag solch eine Angabe eine Hilfe sein. Des Weiteren kann man sich an der Entwicklung der Lebensumstände orientieren (Matth. 24:21-22[21] Denn es wird alsbald eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird. [22] Und wo diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt.), denn unmittelbar vor Beginn des Tausendjährigen Reiches nimmt die Trübsal auf Erden gewaltig zu.

Weitere Notizen

Hure Babylon: Wer oder was ist die Hure Babylon, von der die Offenbarung des Johannes spricht? Es ist eine Stadt – augenscheinlich die Stadt Jerusalem – und die Menschen, die weltweit mit ihr assoziiert sind, vgl. Off. 11:8Und ihre Leichname werden liegen auf der Gasse der großen Stadt, die da heißt geistlich „Sodom und Ägypten“, da auch ihr Herr gekreuzigt ist., Off. 14:8Und ein anderer Engel folgte nach, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Wein ihrer Hurerei getränkt alle Heiden., Off. 16:18-19[18] Und es wurden Stimmen und Donner und Blitze; und ward ein solches Erdbeben, wie solches nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden gewesen sind, solch Erdbeben also groß. [19] Und aus der großen Stadt wurden drei Teile, und die Städte der Heiden fielen. Und Babylon, der großen, ward gedacht vor Gott, ihr zu geben den Kelch des Weins von seinem grimmigen Zorn., Off. 17:4-6[4] Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und edlen Steinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll Gräuel und Unsauberkeit ihrer Hurerei, [5] und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden. [6] Und ich sah das Weib trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, da ich sie sah., Off. 17:15Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, da die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Heiden und Sprachen.. In der Stadt Babylon findet man einzigartige Sünden, nämlich das Blut „aller“, die auf Erden getötet wurden, ein ganz verwunderlicher Ausdruck: Off. 18:21-24[21] Und ein starker Engel hob einen großen Stein auf wie einen Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: Also wird mit einem Sturm verworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden. [22] Und die Stimme der Sänger und Saitenspieler, Pfeifer und Posauner soll nicht mehr in dir gehört werden, und kein Handwerksmann irgendeines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und die Stimme der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden, [23] und das Licht der Leuchte soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehört werden! Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden; denn durch deine Zauberei sind verführt worden alle Heiden. [24] Und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und all derer, die auf Erden erwürgt sind. . Vergleichbare Worte findet man in der Bibel nur dort, wo Jesus die „Juden“ in Jerusalem anklagt: Matth. 35:31-35[31] So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, dass ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben. [32] Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Väter! [33] Ihr Schlangen und Otterngezücht! wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? [34] Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in ihren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der anderen; [35] auf dass über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechjas, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und dem Altar.. Manche Ausleger sind überzeugt, dass die Hure Babylon die Stadt Rom sein müsste und die mit ihr assoziierte katholische Kirche, auch deshalb, weil Petrus in seinem 1. Brief als Absendeort die Stadt Babylon nennt (1. Petr. 5:13Es grüßen euch, die samt euch auserwählt sind zu Babylon, und mein Sohn Markus.) und man unterstellt, Petrus sei in Rom gewesen, sei auch dort gestorben und begraben. Aber Petrus war nie in Rom (ZwierleinZwierlein, O. (2010). Petrus in Rom: Die literarischen Zeugnisse. Mit einer kritischen Edition der Martyrien des Petrus und Paulus auf neuer handschriftlicher Grundlage. (2. durchgesehene und ergänzte Auflage). Berlin / New York: De Gruyter.). Ihm war zugeteilt, die Juden zu missionieren (Gal. 2:7-9[7] ... sondern dagegen, da sie sahen, dass mir vertraut war das Evangelium an die Heiden, gleichwie dem Petrus das Evangelium an die Juden [8] (denn der mit Petrus kräftig gewesen ist zum Apostelamt unter den Juden, der ist mit mir auch kräftig gewesen unter den Heiden), [9] und da sie erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Kephas und Johannes, die für Säulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, dass wir unter die Heiden, sie aber unter die Juden gingen ...), darum schrieb er aus Jerusalem.