Wir Christen sollen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist (Joh. 20:31Diese [Zeichen] aber sind geschrieben, dass ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und dass ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen. ). Wir sollen an Gottes Vaterschaft glauben, an die leibliche Abstammung Christi vom allerhöchsten Gott. Dieser Sohn Gottes nennt seine Jünger „Brüder“ (Matth. 28:10Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie gehen nach Galiläa; daselbst werden sie mich sehen.). Sie sind nicht geistlich, sondern körperlich Brüder: Jesus ist nach Röm. 8:29Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, dass sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf dass derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. der erstgeborene unter vielen Brüdern: dem Ebenbilde nach sind sie Christus gleich, so wie Adam im Ebenbilde des allerhöchsten Gottes geschaffen war. Christus und seine Jünger haben darum denselben leiblichen Vater. Christus nennt sich selbst „Sohn Adams“ (Joh. 12:34 Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehört im Gesetz, dass Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn: „Des Menschen Sohn muss erhöht werden“? Wer ist dieser Menschensohn?, „Menschensohn“ lt. aramäischem Targum: bar adam = „Sohn Adams“). Die Frage der Abstammung, der Vaterschaft, hat überragende Bedeutung:

1. Mose 3:15Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. ist wichtig zum Verständnis der Bibel und zum Verständnis des Weltlaufs: Gott spricht unmittelbar nach dem Sündenfall von Nachkommen der Schlange und von Nachkommen Evas. Zwischen beiden Gruppen verordnet Gott immerwährende Feindschaft. Im Neuen Testament werden vehement große Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen von Menschen bestätigt. So vergleicht Jesus die Menschen, die in den Himmel kommen mit Weizen, der aufs Feld gesät wurde; den Samen, den der Teufel sät, vergleicht er hingegen mit Unkraut. Gott lässt nun beides miteinander wachsen, siehe Matth. 13:24-30[24] Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. [25] Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. [26] Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. [27] Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? [28] Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten? [29] Er sprach: Nein! auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet. [30] Lasset beides miteinander wachsen bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, dass man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer.. An anderer Stelle werden die zwei Gruppen Spreu und Weizen genannt, siehe Luk. 3:17 In seiner Hand ist die Wurfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln, und die Spreu wird er mit ewigem Feuer verbrennen.. Der größtmögliche Unterschied steckt in den Titulierungen „Gott“ und „Teufel“: Als Kinder Gottes oder als Götter werden die Menschen bezeichnet, an die das Wort Gottes gerichtet ist (Ps. 82:6-7[6] Ich habe wohl gesagt: „Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten“; [7] aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen., Joh. 10:34-35[34] Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: „Ich habe gesagt: Ihr seid Götter“? [35] So er die Götter nennt, zu welchen das Wort geschah – und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden ..., Hos. 1:10... jedoch wird die Zahl der Kinder Israel dem Sand am Meer gleichen, der sich nicht messen und nicht zählen läßt; und es wird geschehen: statt daß man jetzt zu ihnen sagt: »Ihr seid ›Nicht-mein-Volk‹«, werden sie »Söhne des lebendigen Gottes« genannt werden. [Menge-Übersetzung]), als Kinder des Teufels oder als Teufel werden diejenigen bezeichnet, die Jesus widerstehen, ihn verraten u. a. (Joh. 8:44Ihr stammt eben vom Teufel als eurem Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters handeln. Der ist ein Menschenmörder von Anfang an gewesen und steht nicht in der Wahrheit, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, dann redet er aus seinem eigensten Wesen heraus, denn er ist ein Lügner und der Vater von ihr (d.h. von der Lüge). [Menge-Übersetzung], Joh. 6:70Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch zwölf erwählt? und – euer einer ist ein Teufel!, Apg. 13:6-10[6] Und da sie die Insel durchzogen bis zu der Stadt Paphos, fanden sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hieß Bar-Jesus; ... [9] Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll heiligen Geistes, sah ihn an [10] und sprach: O du Kind des Teufels, voll aller List und aller Schalkheit, und Feind aller Gerechtigkeit, du hörst nicht auf, abzuwenden die rechten Wege des Herrn; ...)***Interessanterweise beziehen sich alle drei Bibelstellen auf Juden.. So wie diese rigorose Unterschiedlichkeit zwischen Menschen ist auch die Ewigkeit organisiert: Es gibt nur die ewige Herrlichkeit im Himmel oder die ewige Verdammnis in der Hölle; es gibt keinen Ort, der dazwischen liegt.

Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen – der, die in den Himmel kommt und der, die in die Hölle kommt – fallen nach irdischen Maßstäben möglicherweise kaum auf (Luk. 17:35-36[35] Zwei werden mahlen miteinander; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden. 36] Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden.), sind mitunter nur Regungen des Herzens (Apg. 5:4-5[3] Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du dem heiligen Geist lögest und entwendetest etwas vom Gelde des Ackers? [4] Hättest du ihn doch wohl mögen behalten, da du ihn hattest; und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen., Apg. 8:22Darum tue Buße für diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden möchte die Tücke deines Herzens.). Der Unterschied mag darauf reduziert sein, dass der eine Mensch glauben will und es auch vermag, der andere nicht glauben will und es auch nicht kann. Die ewigen Konsequenzen solch eines kleinen Unterschieds sind unaussprechlich gewaltig und machen nur Sinn, wenn der Unterschied, der hinter dem Vermögen oder Unvermögen zu glauben steht, ebenfalls unaussprechlich gewaltig ist. Weil die wahren Gegebenheiten im Inneren eines Menschen sich unserer Einsicht entziehen, macht es Sinn, dass wir nicht urteilen sollen (Matth. 7:1Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.). Und weil die verborgenen Unterschiede zwischen Menschen so groß sind, macht es Sinn, dass Wohltaten, die vor Gott zählen, immer Wohltaten an den Kindern des Lichts sind und niemals Wohltaten am Samen der Schlange (Matth. 25:40Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.).

Christus, der Friedefürst, bringt seinem Volk, „Davids Königreich“, den Frieden (Jes. 9:5-6[5] Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater Friedefürst; [6] auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, dass er's zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HErrn Zebaoth.), aber nicht der Welt (Luk. 12:51Meinet ihr, dass ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht.). Die Gebete für den Frieden in aller Welt und zwischen allen Menschen wird Gott nicht erhören, weil sie allein die Wünsche des Satans formulieren, der die bedingungslose Inklusion verlangt. Der Teufel säte aber das Unkraut einzig dazu, um dem Weizen zu schaden. Der Same der Schlange stellt also einen überlegten Angriff auf die Kinder Gottes und mithin auf Gott selbst dar. Der Angriff spitzt sich in diesen Tagen zu vermittels einer neuen Denkvorschrift: Dass eben alle Menschen gleich seien. Es darf kein Unterschied mehr sein zwischen Mann und Frau, zwischen Kind und Eltern, zwischen Völkern, zwischen Religionen und vor allem: nicht zwischen Rassen. Auf diesem Wege soll gleich werden, was ungleicher nicht sein kann: Der Same der Schlange will den Samen des lebendigen Gottes ausschalten und statt dessen für sich selbst Erwählung und Göttlichkeit reklamieren. In dieser Auseinandersetzung ist die Rolle der Nachfahren Kains und der Nachfahren Esaus inzwischen augenfällig:

weiter mit der Seite Kain

Edom