Der Same des Teufels unter den Menschen

Lot, der Neffe Abrahams, war vor Gott gerecht angesehen (2. Petr. 2:7und hat erlöst den gerechten Lot, welchem die schändlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzüchtigen Wandel;). Gott sandte Engel, um Lot aus Sodom und Gomorra zu retten. Lots Frau drehte sich verbotenerweise um und erstarrte zur Salzsäule (Gen. 19:26Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsäule.). Etwas später machten Lots zwei Töchter ihren Vater betrunken und benutzten ihn, um sich zu schwängern. Daraus gingen die Ammoniter und die Moabiter hervor. Beiden Völkern verweigerte Gott auf immer den Eintritt in seine Gemeinde (5. Mose 23:3Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des HErrn kommen, auch nach dem zehnten Glied; sondern sie sollen nimmermehr hineinkommen). Die Ammoniter und Moabiter zerstörten laut Jeremia das Volk der Juden und die Stadt Jerusalem (Klagelieder 1:10Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie musste zusehen, dass die Heiden in ihr Heiligtum gingen, von denen du geboten hast, sie sollen nicht in die Gemeinde kommen.; 4:21Ja, freue dich und sei fröhlich, du Tochter Edom, die du wohnst im Lande Uz! denn der Kelch wird auch über dich kommen; du musst auch trunken und entblößt werden.). Dass Gott auf Ewigkeit ganze Völker verfluchen würde, ist nicht nachzuvollziehen, es sei denn, man lässt eine Erklärung gelten wie die, die sich im Sündenfall andeutet (1. Mose 3:15Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.): Es gibt einen Samen Gottes (durch Adam und Eva, vgl. Hebr. 1:11:13[1] Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden. Darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, [12] und spricht: „Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen.“ [13] Und abermals: „Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen.“ Und abermals: „Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat.“) und einen Samen der Schlange (durch die Schlange und Eva), siehe z. B. Kommentar zu 1. Mose 4:1-2. Dass zum Sündenfall auch die sexuelle Sünde Evas mit der Schlange gehört, ist keine neue Entdeckung, siehe z. B. im apokryphen Protoevangelium des JakobusSie war aber im sechsten Monat, und siehe, da kam Joseph von seinen Bauten wieder zurück. Und als er in sein Haus eintrat, musste er bei ihrem Anblick feststellen, dass sie in anderen Umständen war. Und er schlug sich voller Unmut ins Gesicht und warf sich zu Boden auf die Decke und weinte bitterlich und sagte: „Mit was für einem Gesicht soll ich nun hingehen zu dem Herrn, meinem Gott? Was soll ich wohl beten wegen dieses Mädchens? Denn als Jungfrau habe ich sie aus dem Tempel des Herrn, meines Gottes, übernommen und habe sie nicht behütet. Wer mag der sein, der mich hintergangen hat? Wer hat diese Schandtat in meinem Hause begangen und die Jungfrau befleckt? Hat sich an mir etwa die Geschichte von Adam wiederholt? Denn wie zu der Stunde, da er dem Lobpreis Gottes sich widmete, die Schlange kam und Eva allein antraf und ihren Betrug ausführte, so ist's auch mir ergangen.“ Und er stand auf von der Decke und rief Maria herbei und sagte zu ihr: „Du für Gott in Obhut Genommene, warum hast du das getan? Hast du den Herrn deinen Gott ganz vergessen? Warum hast du deine Seele so erniedrigt, du, die im Allerheiligsten auferzogen worden ist und Nahrung empfangen hat aus der Hand eines Engels?“ Sie aber weinte bitterlich, und sie sagte: „Rein bin ich und weiß von keinem Mann.“ Und Joseph sagte zu ihr: „Woher ist dann das in deinem Leibe?“ Sie aber sagte: „So wahr der Herr mein Gott lebt, ich weiß nicht, woher ich es habe.“

aus: Protoevangelium des Jakobus: Genesis Marias
aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., vgl. auch 2. Kor. 11:2-3[2] Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch vertraut einem Manne, dass ich eine reine Jungfrau Christo zubrächte. [3] Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer Schalkheit, also auch eure Sinne verrückt werden von der Einfalt in Christo.. Der Same der Schlange operiert genetisch durch die Linie Kains. Und obwohl sicherlich Mendel’sche Gesetze bei der Vermischung des Tieres mit dem Menschen wirksam sind, ist zweifelhaft, ob das Kriterium „vom Teufel abzustammen“ (Joh. 8:44Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.) ebenfalls den Mendel’schen Gesetzen unterliegt. Es ist eben erstaunlich, dass der Same der Schlange dem gerechten Lot in der Person seiner Frau und seiner Töchter so nah kam.

Noch deutlicher wird das Phänomen bei Jakob und Esau: Die Aussage der Bibel, dass Gott den Esau hasste, den Zwillingsbruder Jakobs (Mal. 1:2-4[2] Ich habe euch lieb, spricht der HErr. So sprecht ihr: „Womit hast du uns lieb?“ Ist nicht Esau Jakobs Bruder? spricht der HErr; und doch habe ich Jakob lieb [3] und hasse Esau und habe sein Gebirge öde gemacht und sein Erbe den Schakalen zur Wüste. [4] Und ob Edom sprechen würde: Wir sind verderbt, aber wir wollen das Wüste wieder erbauen! so spricht der HErr Zebaoth also: Werden sie bauen, so will ich abbrechen, und es soll heißen die verdammte Grenze und ein Volk, über das der HErr zürnt ewiglich.), ruft nach einem Bezug zum Samen der Schlange. Jakob und Esau hatten natürlich dieselben leiblichen Eltern (Isaak und Rebekka), trotzdem muss man vermuten, dass Esau in Analogie zu Joh. 8:44Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. als „vom Teufel“ gelten kann, Jakob natürlich nicht.***Es gibt Ausleger, die der Meinung sind, dass Esau erst durch seine Verheiratung mit kanaanitischen Frauen seine Nachkommen zu Nachfahren der Schlange gemacht hat. Äußerlich waren sich die Zwillinge weitaus ähnlicher als die Bandbreite rassischer Merkmale an Unterschiedlichkeit zulässt, die nach der Kreuzung eines weißen Menschen (Eva) und eines vielleicht stark behaarten dunklen Primaten (die Schlange) zu erwarten ist: Esau hatte wohl sehr starke Körperbehaarung, aber rötliche oder bräunliche Körperbehaarung und mithin weiße Haut (1. Mose 25:25Der erste, der herauskam, war rötlich, ganz rauh wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau. [Luther-Übersetzung 1912]

Der erste, der zum Vorschein kam, war rotbraun, rauh am ganzen Leibe wie ein haariger Mantel; darum nannte man ihn Esau (d.h. behaart, der Rauhe). [Menge-Übersetzung]
). In Matth. 23:33-35[33] Ihr Schlangen und Otterngezücht! wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? [34] Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in ihren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der anderen; [35] auf dass über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechja's, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und dem Altar. bestätigt Christus, dass Kain auf den Samen der Schlange zurückgeht und dass seine pharisäischen Zuhörer von der Schlange sind und darum schuldig sind am Blut Abels und an allem unschuldig vergossenen Blut auf Erden. Dieser Rückbezug auf Kain, den Christus macht, wäre unangemessen, würden die Pharisäer, die Nachfahren Esaus (siehe unten), nicht wirklich – auch im genetischen Sinn – Nachfahren Kains sein. Es gibt keine Hinweise, dass sich diese Pharisäer äußerlich erwähnenswert von den weißen Nachfahren Jakobs im Hause Juda unterschieden. Die Vaterschaft Gottes (Adams) bzw. des Teufels (Kains) und die Vererbung der zugehörigen körperlichen Merkmale, die von Adam, Eva, bzw. der Schlange stammen, sind also nach der Sintflut nicht zwingenderweise und augenfällig aneinander gekoppelte Vorgänge.

Esau nahm zwei Ehefrauen aus den kanaanitischen Völkern umher (1. Mose 26:34Da Esau vierzig Jahre alt war, nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters.), Völker, über denen Gott ebenfalls einen Fluch ausgesprochen hatte (1. Mose 9:25sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brüdern!). (Gott hatte Kanaan verflucht, weil Ham „die Blöße seines Vaters Noah aufgedeckt hatte“, vgl. 3. Mose 18:8Du sollst deines Vaters Weibes Blöße nicht aufdecken; denn es ist deines Vaters Blöße.; 3. Mose 20:11Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schläft, dass er seines Vaters Blöße aufgedeckt hat, die sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.. Kanaan war also das inzestuöse Kind von Ham und Noahs Frau.) Esau nahm noch weitere kanaanitische Ehefrauen (1. Mose 36:2-3[2] Esau nahm Weiber von den Töchtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter des Ana, die Enkelin des Zibeons, des Heviters, [3] und Basmath, Ismaels Tochter, Nebajoths Schwester.) und zusätzlich noch eine Frau aus der eigenen Verwandtschaft (1. Mose 28:6-9[6] Als nun Esau sah, dass Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertigt nach Mesopotamien, dass er daselbst ein Weib nähme, und dass er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans, [7] und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog, [8] sah auch, dass Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Töchter Kanaans: [9] ging er hin zu Ismael und nahm zu den Weibern, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe.). Seine Nachkommen mögen darum auch den weißen Hauttyp aufgewiesen haben, wegen der kanaanitischen Frauen aber mehrheitlich möglicherweise einen Mischtyp mit etwas dunklerer Haut. Die Nachfahren Esaus hießen Edomiter oder Idumenäer und lebten auf dem Gebirge Seir. Auf eine Verbindung zwischen Vorgängen in der unsichtbaren Welt und den Idumenäern macht eine Prophezeiung Jesajas aufmerksam: Jes. 34:5Denn mein Schwert ist trunken im Himmel; und siehe, es wird herniederfahren auf Edom und über das verbannte Volk zur Strafe.. Wenn Christus wiederkommt – oder kurz davor –, wird das irdische Gericht an dem Samen der Schlange vollzogen (Obadja 1:18Und das Haus Jakob soll ein Feuer werden und das Haus Joseph eine Flamme, aber das Haus Esau Stroh; das werden sie anzünden und verzehren, dass dem Hause Esau nichts übrigbleibe; denn der HErr hat's geredet.), sodass Sacharja 14:21Und es werden alle Kessel in Jerusalem und Juda dem HErrn Zebaoth heilig sein, also dass alle, die da opfern wollen, werden kommen und sie nehmen und darin kochen. Und wird kein Kanaaniter mehr sein im Hause des HErrn Zebaoth zu der Zeit. für die Zeit des Tausendjährigen Reichs resümiert, dass kein Kanaaniter mehr im Hause des HErrn sein wird. Das muss aber bedeuten, dass das edomitisch-kanaanitsche Element zuvor im Hause des HErrn war, dass es also den Anspruch hatte, Gottes Volk zu sein, siehe auch die Seite Edom.

Das Haus Juda

Die Geschichte erwies, dass die Nachfahren Esaus dem Volk Israel Schaden zu tun versuchten. Die Amalekiter, die die Ersten waren, die Israel nach dem Auszug aus Ägypten angriffen (5. Mose 25:17-18[17] Gedenke, was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus Ägypten zoget, [18] wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen die letzten deines Heeres, alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du müde und matt warst, und fürchteten Gott nicht.), waren Nachfahren Esaus (Edomiter). Nach der Wegführung der 10 Stämme Israels im 8. Jahrhundert v. Chr. beschränkt sich die biblische Berichterstattung auf das Haus Juda (= Stamm Juda, Benjamin, einige Leviten): Der einflussreiche Feind der Juden, HamanFlavius Josephus, in Antiquitates Judaicae, Bd. XI, Kap. 6:5, identifiziert ihn als Amalekiter: Now there was one Haman, the son of Amedatha, by birth an Amalekite, that used to go in to the king; and the foreigners and Persians worshipped him, as Artaxerxes had commanded that such honor should be paid to him; but Mordecai was so wise, and so observant of his own country's laws, that he would not worship the man., von dem das Buch Esther berichtet (Est. 3:1Nach diesen Geschichten machte der König Ahasveros Haman groß, den Sohn Hammedathas, den Agagiter, und erhöhte ihn und setzte seinen Stuhl über alle Fürsten, die bei ihm waren.), war Amalekiter. König Herodes, der zur Zeit der Geburt Jesu viele kleine Kinder töten ließ (Matth. 2:16Da Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder zu Bethlehem töten und an seinen ganzen Grenzen, die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte.) in der Hoffnung, auf diesem Weg den verheißenen Christus zu eliminieren, war ein Jude mit idumenäischer Abstammung (Edomiter).

Gott wollte, dass sein Volk rein bleibt und hatte grundsätzlich verboten, sich mit Menschen aus anderen Völkern zu vermischen und zu verheiraten (5. Mose 7:1-3[1] Wenn dich der HErr, dein Gott, in das Land bringt, darein du kommen wirst, es einzunehmen, und ausrottet viele Völker vor dir her, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind denn du, [2] und wenn sie der HErr, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollt ihr sie verbannen, dass du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest. [3] Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euren Söhnen.); es würde Böses zur Folge haben (Josua 23:12-13[12] Denn wo ihr euch umwendet und diesen übrigen Völkern anhanget und euch mit ihnen verheiratet, dass ihr unter sie und sie unter euch kommen: [13] so wisset, dass der HErr, euer Gott, wird nicht mehr alle diese Völker vor euch vertreiben; sondern sie werden euch zum Strick und Netz und zur Geißel in euren Seiten werden und zum Stachel in eure Augen, bis dass er euch umbringe hinweg von dem guten Lande, das euch der HErr, euer Gott, gegeben hat.), vgl. hierzu Richter 3:5-8[5] Da nun die Kinder Israel also wohnten unter den Kanaanitern, Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, [6] nahmen sie jener Töchter zu Weibern und gaben ihre Töchter jener Söhnen und dienten jener Göttern. [7] Und die Kinder Israel taten übel vor dem HErrn und vergaßen des HErrn, ihres Gottes, und dienten den Baalim und den Ascheroth. [8] Da ergrimmte der Zorn des HErrn über Israel, und er verkaufte sie unter die Hand Kusan-Risathaims, des Königs von Mesopotamien; und dienten also die Kinder Israel dem Kusan-Risathaim acht Jahre.. Als ca. 536 v. Chr. die ersten Hebräer aus babylonischer Gefangenschaft nach Judäa zurückkehrten, scheint es, als ob Gott durch seinen Geist die Kinder seiner Verheißung selbst identifizierte, Esra 1:5Da machten sich auf die Obersten der Vaterhäuser aus Juda und Benjamin und die Priester und Leviten, alle, deren Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen und zu bauen das Haus des HErrn zu Jerusalem.. Nur wenig später (5. Jahrh. v. Chr.) aber übermittelte Königin Esther aus dem Umfeld der babylonischen Gefangenschaft, dass Nicht-Juden in großer Zahl zum Judentum übertraten (Est. 8:17Und in allen Landen und Städten, an welchen Ort des Königs Wort und Gebot gelangte, da war Freude und Wonne unter den Juden, Wohlleben und gute Tage, dass viele aus den Völkern im Lande Juden wurden; denn die Furcht vor den Juden war über sie gekommen.). Um 105 v. Chr. wurde durch Aristobulus ein großer Teil der Bevölkerung Ituräas aus der Gegend des Libanon zwangsweise zum Judentum konvertiert (F. Josephus: Antiquitates Judaicae Bd. XIII, Kap. 11:3He [Aristobulus] was called a lover of the Grecians; and had conferred many benefits on his own country, and made war against Iturea, and added a great part of it to Judea, and compelled the inhabitants, if they would continue in that country, to be circumcised, and to live according to the Jewish laws.). Die Bewohner Ituräas waren Nachfahren Ismaels, von denen Gott gesagt hatte, dass sie nicht Erben der Verheißung sein sollten (Röm. 9:6-8[6] Aber nicht sage ich solches, als ob Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israeliter, die von Israel sind; [7] auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder. Sondern „in Isaak soll dir der Same genannt sein“. [8] Das ist: nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet.). Von den Idumenäern, die im Lauf der Zeit in verschiedentlichen kriegerischen Auseinandersetzungen verheerend geschlagen wurden, überliefert Josephus: Ihre Überlebenden wurden im 1. Jahrhundert v. Chr. in den Stamm Juda integriert (Antiquitates Judaicae Bd. XI, Kap. 9:1Hyrcanus took also Dora and Marissa, cities of Idumea, and subdued all the Idumeans; and permitted them to stay in that country, if they would circumcise their genitals, and make use of the laws of the Jews; and they were so desirous of living in the country of their forefathers, that they submitted to the use of circumcision, and of the rest of the Jewish ways of living; at which time therefore this befell them, that they were hereafter no other than Jews.). Die Pharisäer, die Jesus erklärten, sie wären nie irgend jemandes Knecht gewesen (Joh. 8:33Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Samen, sind niemals jemandes Knecht gewesen; wie sprichst du denn: „Ihr sollt frei werden“?), waren möglicherweise alles Idumenäer, denn kein Israelit wäre in der Lage gewesen, die lange Knechtschaft in Ägypten zu vergessen. Flavius Josephus beschreibt in seiner Geschichte des Jüdischen Krieges (Bd. IV, Kap. 5:1-5), dass die Idumenäer mit äußerster Grausamkeit in Jerusalem Juden niedermetzelten und so teilhatten an der Vernichtung Jerusalems des Jahres 70 n. Chr. durch die Römer.

Den Wunsch der Juden, andere Menschen zum Judentum zu konvertieren, hatte Jesus Christus sehr kritisch kommentiert (Matth. 23:15Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dass ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!).

Judentum in der Welt

Im Jahre 70 n. Chr., mit der Zerstörung Jerusalems, wurde das Haus Juda aus Judäa vertrieben. Von den Nachfahren dieser Juden sind auf der Welt nur wenige identifizierbar. Möglicherweise ist ein Teil der so genannten Sephardim-Juden, die aber wohl auf die Sapardäer der Kaukasusregion zurückgehen (siehe unten), ein Überbleibsel des Hauses Juda. Die Sephardim-Juden lebten bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zahlreich in Spanien und Portugal, wurden dann vertrieben und ließen sich (sozusagen unter den anderen 10 Stämmen Israels) in Mittel- und Nordeuropa nieder. Es gibt Autoren, die den authentisch hebräischen Zweig unter denen, die sich heute noch als Sephardim-Juden bezeichnen, als praktisch nicht mehr existent ansehen (Yaffe 1968...the early Sephardic settlers, for example, left practically no descendants who are still Jewish... They disappeared not because they intermarried but because they refused to intermarry ... without sufficient choice among their own, they remained unmarried and died out ... choosing extinction rather than assimilation. (James Yaffe: The American Jew. New York, NY: Random House, 1968, S. 11)). Die Mehrheit (90 Prozent) derjenigen, die sich weltweit heute als Juden betrachten, gehört zu den so genannten aschkenasischen Juden. Der Anteil der Aschkenasen an den amerikanischen Juden liegt bei 95 Prozent (Yaffe 1968It has been estimated that 95 percent of the Jews in America today are descended from these East European [=Chasaren/Aschkenasen] immigrants. (James Yaffe: The American Jew. New York, NY: Random House, 1968, S. 8)).

Aschkenasische Juden sind nicht Nachfahren Jakobs und haben auch nie in Judäa gewohnt. Vielmehr sind sie türkischstämmig und Nachfahren der Chasaren. Das Volk der Chasaren war etwa zwischen 800 und 950 n. Chr. nahezu komplett durch Konversion, zunächst der Herrscherhäuser, und dann aller Bevölkerungsschichten, zum Judentum übergetreten. Dieser Umstand ist mehrfach durch zeitgenössiche Schreiber belegt, z. B. von dem französischen Mönch Christian von StabloNescimus jam gentem sub coelo in qua Christiani non habeantur. Nam et in Gog et in Magog, quae sunt gentes Hunnorum, quae ab eis Gazari vocantur, jam una gens quae fortior erat ex his quas Alexander conduxerat, circumcisa est, et omnem Judaismum observat.

„Wir wissen im Augenblick von keinem Volk unter dem Himmel, in dem nicht auch Christen leben. Denn auch bei den Gog und Magog, welche hunnische Völker sind, die von diesen Chasaren genannt werden, ist jetzt ein Volk, das unter denen, die Alexander zusammengeführt hatte, besonders tapfer war, beschnitten ist und die gesamte jüdische Lehre befolgt.“

(aus: Christianus Druthmarus: Expositio in Matthaeum Evangelistam. In: Migne, J.P. (Hrsg.): Patrologia Latina, Vol. 106. Paris: Garnier Fratres, 1864.)
um 865 n. Chr., dem iranischen Geographen Ibn al-Faqih„Die Chazaren sind alles Juden, aber sie wurden erst vor Kurzem jüdisch.“

(aus: Ibn al-Faqih al-Hamadani: Mukhtasar kitab al-buldan. Zitiert in: Emeri van Donzel & Andrea Schmidt (Hrsg.): Gog and Magog in early Syriac and Islamic sources. Leiden, Holland: Brill, 2009. Zitat dort Seite 99: The Khazars are all Jews, but they have been judaized only recently.)
um ca. 900 n. Chr., dem arabischen Historiker Ibn Fadlan„Die Chazaren und ihr König sind jüdischer Religion.“

(aus: A. Zeki Validi Togan (Übers.): Ibn Fadlan's Reisebericht. Leipzig: Deutsche Morgenländische Gesellschaft, 1939, Seite 104 [§103].)
um 922 n. Chr. oder dem arabischen Historiker Al-MasudiThe king, his suite, [and the Khazar of his Army,] embraced the tenets of the Jews, in the reign of er-Rashíd. To this king flock the Jews from all the Moslim districts, and from the Byzantine empire; for the emperor forced the Jews of his dominions to turn Christians, and loaded the converts with favours. The present Byzantine emperor is Armanus (Romanus II.). ... Under these circumstances, many Jews took flight from the Byzantine empire into the country of the Khazar. As we cannot insert in this book the history of the conversion of the king of the Khazar to Judaism, we refer the reader to our former works.

(aus: El-Masudi: Meadows of gold and mines of gems. Übersetzung aus dem Arabischen von Aloys Sprenger. London: Harrison and Co., 1841, Seite 407.)
um 933 n. Chr. Der Chasarenkönig Joseph ben Aaron schrieb in einem Brief in hebräischer Sprache, der datiert werden kann auf die Zeit zwischen 954 bis 961 n. Chr., an Hasdai Ibn Shaprut, einen sephardischen Juden in Spanien, dass er sich und sein Volk für Nachfahren des ThogarmaWe have found in the family registers of our fathers, that Togarma had ten sons, and the names of their offspring are as follows: Uigur, Dursu, Avars, Huns, Basilli, Tarniakh, Khazars [sic], Zagora, Bulgars, Sabir. We are sons of Khazar, the seventh.

(Aus: Arthur Koestler: The thirteenth tribe. New York: Random House, 1976.)
, hielt, also aus der nicht-semitischen Linie Noah, Japheth, Gog zu stammen meinte. Hasdai antwortete mit dem Hinweis, dass nach traditioneller Sichtweise die Chasaren aus der Umgebung des Gebirges Seir kamen (Jewish EncyclopediaHasdai ibn Shaprut, who was foreign minister to Abd al-Rahjan, Sultan of Cordova, in his letter to King Joseph of the Chazars (about 960) ... speaks of the tradition according to which the Chazars once dwelt near the Seir (Serer) Mountains

(Aus: The Jewish Encyclopedia, Vol. IV, S. 3. New York: Funk and Wagnalls, 1905)
). Dort lebten aber Edomiter (Hes. 35:15Und wie du dich gefreut hast über das Erbe des Hauses Israel, darum dass es wüst geworden, ebenso will ich mit dir tun, dass der Berg Seir wüst sein muss samt dem ganzen Edom; und sie sollen erfahren, dass ich der HErr bin.). Dass Edomiter früh ins Haus Juda gekommen waren, ist oben dokumentiert. Über den Umweg der Chasaren kamen also nur erdrückend viele zusätzliche edomitische Anteile hinzu. Nach dem Niedergang des Chasarenreiches ab dem Ende des 10. Jahrhunderts migrierten die chasarischen Juden ins Territorium der Länder Russlands, Litauens und insbesondere Polens und wurden damit zu den „osteuropäischen Juden“, auch Aschkenasen genannt.

Der schon seit der Zeit Esthers große Anteil nicht-hebräischer Menschen unter den Juden und der edomitische/idumenäische, der kanaanitische und der chasarische Ursprung der Mehrheit der heute lebenden Juden ist vielen Betroffenen nicht recht. In genetischen Studien neueren Datums wird nachzuweisen versucht, dass die sich zum Judentum bekennende Bevölkerung Wurzeln im vorderen Orient hat und insgesamt homogen ist. Das ist aber kein Indiz für hebräische Wurzeln. Die genetische Referenz in diesen Studien ist immer die Bevölkerung, die sich für jüdisch hält, obwohl sie möglicherweise nicht hebräisch, sondern idumenäisch, chasarisch etc. ist. In einer Studie von Nebel et al. 2001Nebel, A., Filon, D., Brinkmann, B., Majumder, P., Faermann, M., Oppenheim, A.: The Y chromosome pool of Jews as part of the genetic landscape of the Middle East. American Journal of Human Genetics, Nov. 2001, 69(5), 1095-1112. wurde nachgewiesen, dass eine repräsentative Auswahl von heute lebenden Juden genetisch keiner Vergleichsgruppe so sehr ähnelt wie den Kurden – einer türkischen Volksgruppe. In einer anderen genetischen Studie (Elhaik 2013Elhaik, E.: The missing link of Jewish European ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian hypotheses. Genome Biology and Evolution, 2013, 5(1), 61-74.) wurde die große Gruppe der osteuropäischen Juden als Nachfahren von Menschen aus dem Stammesgebiet der Chasaren in der Kaukasusregion identifiziert. Auf den chasarischen Ursprung der Aschkenasen verweisen auch Untersuchungen der jiddischen Sprache, der Sprache der aschkenasischen Juden. Die Grammatik des Jiddischen weist türkisch-iranische und slawische Elemente auf (Wexler 2002Wexler, P.: Two-tiered relexification in Yiddish: Jews, Sorbs, Khazars, and the Kiev-Polessian dialect. Berlin: Walter de Gruyter, 2002). Erst später wurden ins Jiddische sehr viele deutsche Worte aufgenommen, was dazu geführt hat, das Jiddische für einen deutschen Dialekt zu halten.

Juden oder besser: Edomiter

Manche Christen sind verunsichert über die Prophetien, die dem Volk Israel gegeben sind: Dem Volk Gottes ist z. B. verheißen, dass es gesegnet und der ganzen Welt ein Segen sein soll (1. Mose 12:2-3[2] Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein. [3] Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden., Apg. 3:25-26[25] Ihr seid der Propheten und des Bundes Kinder, welchen Gott gemacht hat mit euren Vätern, da er sprach zu Abraham: „Durch deinen Samen sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden.“ [26] Euch zuvörderst hat Gott auferweckt seinen Knecht Jesus und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, dass ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit.). Das scheint an den Juden unvollkommen in Erfüllung gegangen zu sein, denkt man an die teilweise überwältigend große Beteiligung der Juden am Weltkommunismus, am Sozialismus, an international agierenden, Weltkriege finanzierenden Geldhäusern und Großbanken, an der praktischen Entwicklung der Atombombe (Oppenheimer, Szilárd u. a.), an Psychoanalyse und seinen Folgeerscheinungen, an Hollywood, Google, Youtube, Facebook, WhatsApp etc. Bedeutsam ist auch, dass Juden die Mehrheiten an allen wichtigen amerikanischen Medien- und VerlagshäusernDie Juden sind in keinem Land der Welt so einflussreich wie in den USA. Ihr Einfluss nimmt dort immer noch zu. Schon Anfang der 90er Jahre, bei einem Bevölkerungsanteil von knapp zwei Prozent, stellten sie etwa 50 Prozent der US-Milliardäre, die CEOs der drei größten Fernsehanstalten, der vier größten Filmstudios und der größten Zeitungsverlage. Sie waren überproportional stark im Senat und Kongress vertreten.

Angaben aus: Ginsberg, B. (1993): The fatal embrace: Jews and the state. Chicago: University of Chicago Press, Seite 1.
halten und dort und weltweit Feminismus, „neue“ Moral, Multikulturalismus, Internationalismus, ja, eine Neue Weltordnung fördern. Wenn es schwer ist, den Segen für alle Welt an jüdisch dominierten Aktivitäten zu erkennen, dann rührt solch eine Fazit nicht an der Erfüllung der biblischen Verheißungen, sind doch die israelitischen Verheißungsträger in der so genannten jüdischen Weltbevölkerung zahlenmäßig ohne Gewicht. Genauer: Diejenigen, die als Juden gelten, sind vermutlich zutreffender in ihrer Mehrheit als Nachfahren Esaus, als Edomiter, anzusehen.

Wenn man die Beiträge der „Juden“ bewerten will, muss man mehr ansehen als ihren Einfluss auf Kultur und Leben. Für Europa müsste man in Rechnung stellen, dass um des maßgeblich jüdisch geprägten Kommunismus willen viele Millionen Menschen sterben mussten, insbesondere Menschen des wahren Israel. So wurde in Russland im Umfeld der russischen Revolution (einschließlich Stalinzeit) die Mehrheit aller Weißen unmittelbar oder durch Arbeitslager getötet. Auch die beiden Weltkriege haben in Europa zahlenmäßig vorrangig die weiße Bevölkerung getroffen, am meisten die Deutschen. Der gegenseitige Hass und Krieg unter den weißen Völkern Europas während der Weltkriege, der Wille, Deutschland zu vernichten, ist ohne jüdische Einflussnahme auf die öffentliche Meinung, Politik und Medien, nicht hinreichend erklärt. Es offenbart sich hinter den heutigen, für Weiße so zerstörerischen Veränderungen in Europa eine gewisse Logik, wenn man sich die Mühe macht, die edomitischen Einflüsse unter den politisch Handelnden zu entdecken. Mehr dazu auf der Seite Edom.

Der Staat Israel

Im heutigen Israel sind knapp die Hälfte der Bewohner aschkenasisch, die andere Häfte ist sephardisch. Zu ihnen werden auch die im vorderen Orient beheimateten Nachfahren der Juden, die Mizrahi-Juden, gezählt. Die Beziehung der Sepharden und der Mizrahi-Juden zu edomitischen oder arabischen Vorfahren ist quantitativ schwer abzuschätzen. Zwei Prozent der israelischen Einwohner sind schwarze äthiopische Juden. Der mögliche Anteil leiblicher Nachfahren Jakobs im Staate Israel ist also insgesamt nur eine Minderheit.

Dem kleinen Land Israel stehen noch schwierige Zeiten bevor (Sacharja 12:2Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten allen Völkern, die umher sind; auch Juda wird's gelten, wenn Jerusalem belagert wird.). Das, was bisher um die Staatsgründung Israels des Jahres 1948 herum geschehen ist, kann nicht die in der Bibel prophezeite Rückführung des ganzen (!) Volkes Israel (Hes. 39:28Also werden sie erfahren, dass ich, der HErr, ihr Gott bin, der ich sie habe lassen unter die Heiden wegführen und wiederum in ihr Land versammeln und nicht einen von ihnen dort gelassen habe.) sein, denn zuvor muss überall Trübsal sein (Offenb. 20:4 Und ich sah Stühle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben das Gericht; und die Seelen derer, die enthauptet sind um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf ihre Hand, diese lebten und regierten mit Christo tausend Jahre.), muss der Antichrist erschienen sein (2. Thess. 2:1-4[1] Aber der Zukunft halben unseres Herrn Jesu Christi und unserer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brüder, [2] dass ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als von uns gesandt, dass der Tag Christi vorhanden sei. [3] Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, [4] der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.), müssen Zeichen am Himmel (Joel 3:4 [2:31]... die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HErrn kommt. ) und muss die sichtbare Rückkehr Christi gewesen sein (Matth. 24:29-31[29] Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen. [30] Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. [31] Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen.). Manche Bibelleser erwarten gemäß 2. Thess. 2:1-4[1] Aber der Zukunft halben unseres Herrn Jesu Christi und unserer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brüder, [2] dass ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als von uns gesandt, dass der Tag Christi vorhanden sei. [3] Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, [4] der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. einen wiedererbauten Tempel in Jerusalem. Es ist aber kein Tempel prophezeit außer dem Tempel des Tausendjährigen Reiches, den Hesekiel Kap. 40 ff. beschreibt. Ein Tempel vor Anbruch des Tausendjährigen Reiches macht auch aus theologischen Gründen keinen Sinn: Im Tempel wird das Blut von Tieren geopfert, um den Menschen Zutritt zu Gottes Thron zu ermöglichen. Das Tierblut ist erforderlich wegen der Sünde zwischen dem Tier (Schlange) und Eva, einer im Wortsinn bestialischen Sünde, die durch die nachfolgende Vermischung der Linie Kains mit der Linie des Seth spätestens seit der Sintflut allen Menschen einen Anteil am Blut der Tieres verschafft hat. (Theologische Hintergründe findet man hier.) Mit Christi Himmelfahrt wurde der Tempeldienst überflüssig, da nun Christus seinem Volk als Hoherpriester im Himmel Zugang zu Gott gewährt (Hebr. 4:14-16[14] Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. [15] Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unseren Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde. [16] Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.). Wenn Christus im Tausendjährigen Reich auf der Erde ist, kann er nicht mehr seines Volkes Fürsprecher (1. Joh. 2:1Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf dass ihr nicht sündiget. Und ob jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist.) im Himmel sein, und erst dann ist es nötig, den Tempeldienst mit Tieropfern wieder aufzunehmen. Der Tempel, der in 2. Thess. 2:4 genannt wird, muss sich also auf das zerstreute Israel beziehen, das sich vom Antichristen verführen lässt, ihn als Gott anzunehmen. (Von den 10 Bibelstellen des Neuen Testaments, in denen der Ausdruck „Tempel Gottes“ vorkommt, beziehen sich mindestens die Hälfte auf den menschlichen Körper als Tempel Gottes oder Teil des Tempels Gottes: Matth. 26:61und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn bauen., Matth. 27:40und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und baust ihn in drei Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab von Kreuz., 1. Kor. 3:16-17[16] Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? [17] So jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr., 2. Kor. 6:16Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein., Offenb. 3:12Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen; und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen., und vermutlich eben auch 2. Thess. 2:4.)

Der jetzige Staat Israel wurde gegen viel äußeren Widerstand ins Leben gerufen, siehe z. B. die Ereignisse um das Schiff SS Exodus von 1947. Die Bibel kündigt geradezu gegensätzliche Bedingungen für die Zeit der Sammlung des Volkes Israel an, nämlich überbordende Unterstützung von jeder Seite, vgl. Jes. 49:22-23. [22] So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden aufheben und zu den Völkern mein Panier aufwerfen; so werden sie deine Söhne in den Armen herzubringen und deine Töchter auf den Achseln hertragen. [23] Und Könige sollen deine Pfleger, und ihre Fürstinnen deine Säugammen sein; sie werden vor dir niederfallen zur Erde aufs Angesicht und deiner Füße Staub lecken. Da wirst du erfahren, dass ich der HErr bin, an welchem nicht zu Schanden werden, die auf mich harren. Wenn ganz Israel nach Gottes Intervention in sein verheißenes Land einziehen wird, werden Bedrängnis und Not, wie sie heute zu sehen sind, nicht vorzufinden sein (Jes. 11:10Und es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isai, die da steht zum Panier den Völkern, nach der werden die Heiden fragen; und seine Ruhe wird Ehre sein., Hes. 28:25-26[25] So spricht der Herr HErr: Wenn ich das Haus Israel wieder versammeln werde von den Völkern, dahin sie zerstreut sind, so will ich vor den Heiden an ihnen erzeigen, dass ich heilig bin. Und sie sollen wohnen in ihrem Lande, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe; [26] und sollen sicher darin wohnen und Häuser bauen und Weinberge pflanzen; ja, sicher sollen sie wohnen, wenn ich das Recht gehen lasse über alle ihre Feinde um und um; und sollen erfahren, dass ich, der HErr, ihr Gott bin., Hes. 39:26Sie aber werden ihre Schmach und alle ihre Sünde, damit sie sich an mir versündigt haben, tragen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen, dass sie niemand schrecke ..., Jer. 30:10Darum fürchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HErr, und entsetze dich nicht Israel. Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen Landen und deinen Samen aus dem Lande des Gefängnisses, dass Jakob soll wiederkommen, in Frieden leben und Genüge haben, und niemand soll ihn schrecken., Jer. 46:27Aber du, mein Knecht Jakob, fürchte dich nicht, und du, Israel, verzage nicht! Denn siehe, ich will dir aus fernen Landen und deinem Samen aus dem Lande seines Gefängnisses helfen, dass Jakob soll wiederkommen und in Frieden sein und die Fülle haben, und niemand soll ihn schrecken.). Die heutigen „Juden“ repräsentieren sicherlich nicht das hebräische „Haus Juda“, aber zu sagen diese „Juden“ seien Israel, ist absurd. Gottes Wort verheißt jedoch ausdrücklich die Rückkehr von vormals zwei Völkern, dem Haus Juda und dem Haus Israel. Sie sollen im Lande Israel eins sein und einen König haben (Hesek. 37:21-22[21] und sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will die Kinder Israel holen aus den Heiden, dahin sie gezogen sind, und will sie allenthalben sammeln und will sie wieder in ihr Land bringen [22] und will ein Volk aus ihnen machen im Lande auf den Bergen Israels, und sie sollen allesamt einen König haben und sollen nicht mehr zwei Völker noch in zwei Königreiche zerteilt sein;). Wo ist der König? Das zurückgekehrte Israel, so verspricht Gott, wird gottesfürchtig sein und seine Gebote halten (Hesek. 37:23-24[23] sollen sich auch nicht mehr verunreinigen mit ihren Götzen und Gräueln und allerlei Sünden. Ich will ihnen heraushelfen aus allen Örtern, da sie gesündigt haben, und will sie reinigen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.[24] Und mein Knecht David soll ihr König und ihrer aller einiger Hirte sein. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und darnach tun.). Das heutige Israel ist hingegen überwiegend säkular und christusfeindlich. Wie kann ein Christ, selbst wenn er nur moderate Bibelkenntnis hat, der Meinung sein, der heutige Staat Israel verkörpere die prophezeite Sammlung des Volkes Gottes und sich nicht fragen, wo denn der „Knecht David“ (Hesek. 37:24Und mein Knecht David soll ihr König und ihrer aller einiger Hirte sein. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und darnach tun.) ist, ihr einiger Hirte? Gott verspricht, dass sein Volk wirtschaftlich prosperieren werde (5. Mose 28:12Und der HErr wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zu seiner Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände. Und du wirst vielen Völkern leihen; du aber wirst von niemand borgen.), dass es leihen werde, aber von niemandem borgen. Ganz anders das heutige Israel: Es lebte und lebt von den finanziellen Zuwendungen aus den USA und Deutschland, etc. Dass die Bewohner des aktuellen Staates Israel als Volk Gottes posieren, erinnert an ähnlich anmaßende Zugriffe in der Vergangenheit: Esau begehrte den Segen der Verheißung und sollte ihn doch nicht bekommen. Oder: Abraham wollte nicht mehr warten und abseits der Verheißung Ismael zum Erben machen. Gottes Verheißungen aber bleiben stehen, genau wie er sie gesprochen hat, und wenn das jetzt im Nahen Osten lebende „jüdische Volk“ mehrheitlich das falsche Israel ist, dann wird es noch mehrheitlich den Platz räumen (Sach. 13:8-9[8] Und soll geschehen im ganzen Lande, spricht der HErr, dass zwei Teile darin sollen ausgerottet werden und untergehen, und der dritte Teil soll darin übrigbleiben. [8] Und ich will den dritten Teil durchs Feuer führen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Die werden dann meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören. Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen HErr, mein Gott!), die Kinder der Verheißung unter ihnen aber werden beschützt werden (Sach. 12:7Und der HErr wird zuerst die Hütten Judas erretten, auf dass sich nicht hoch rühme das Haus David noch die Bürger zu Jerusalem wider Juda.), Jerusalem wird bestehen bleiben und seine hebräischen Bewohner werden sich zu Gott bekehren und Buße tun, siehe Sach. 12:8-10[8] Zu der Zeit wird der HErr beschirmen die Bürger zu Jerusalem, und es wird geschehen, dass, welcher schwach sein wird unter ihnen zu der Zeit, wird sein wie David; und das Haus David wird sein wie Gott, wie des HErrn Engel vor ihnen. [9] Und zu der Zeit werde ich gedenken, zu vertilgen alle Heiden, die wider Jerusalem gezogen sind. [10] Aber über das Haus David und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; und sie werden mich ansehen, welchen sie zerstochen haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um ein erstes Kind., Sach. 14:2-4[2] Denn ich werde alle Heiden wider Jerusalem sammeln zum Streit. Und die Stadt wird gewonnen, die Häuser geplündert und die Weiber geschändet werden; und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden, und das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. [3] Aber der HErr wird ausziehen und streiten wider diese Heiden, gleichwie er zu streiten pflegt zur Zeit des Streites. [4] Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen. Und der Ölberg wird sich mitten entzwei spalten, vom Aufgang bis zum Niedergang, sehr weit voneinander, dass sich eine Hälfte des Berges gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag geben wird.. Ihre Klagen und ihre Bußgebete werden die Bewohner Jerusalems nach ihrer hebräischen Abstammungslinie getrennt und zusätzlich nach Männern und Frauen getrennt vortragen, betont Sacharja 12:10-14[10] Aber über das Haus David und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; und sie werden mich ansehen, welchen sie zerstochen haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um ein erstes Kind. [11] Zu der Zeit wird große Klage sein zu Jerusalem, wie die war bei Hadad-Rimmon im Felde Megiddos. [12] Und das Land wird klagen, ein jegliches Geschlecht besonders: das Geschlecht des Hauses David besonders und ihre Weiber besonders; das Geschlecht des Hauses Nathan besonders und ihre Weiber besonders; [13] das Geschlecht des Hauses Levi besonders und ihre Weiber besonders; das Geschlecht Simeis besonders und ihre Weiber besonders; [14] also alle übrigen Geschlechter, ein jegliches besonders und ihre Weiber auch besonders.. Die Gleichschaltung der Geschlechter – eine Folge der Gleichberechtigung – ist also bei Christi Wiederkunft überwunden.

Haus Juda und Haus Israel schon vereint

Wenn unter denen, die sich heute Juden nennen, nur wenige Hebräer zu finden sind, wo ist dann das Haus Juda, wo sind die Judahiten? Nun, auch Juden wurden nach Assyrien deportiert. Man denke an die Judahiten und Benjaminiten, die vom König von Syrien nach Damaskus verschleppt wurden, 2. Chron. 28:5Darum gab ihn der HErr, sein Gott, in die Hand des Königs von Syrien, dass sie ihn schlugen und einen großen Haufen von den Seinen gefangen wegführten und gen Damaskus brachten .... Sie wurden daraufhin nach Assyrien weitergereicht, 2. Kön. 16:7-9[7] Und Ahas sandte Boten zu Thiglath-Pileser, dem König von Assyrien, und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und hilf mir aus der Hand des Königs von Syrien und des Königs Israels, die sich wider mich haben aufgemacht! [8] Und Ahas nahm das Silber und Gold, das in dem Hause des HErrn und in den Schätzen des Königshauses gefunden ward, und sandte dem König von Assyrien Geschenke. [9] Und der König von Assyrien gehorchte ihm und zog herauf gen Damaskus und gewann es und führte es weg gen Kir und tötete Rezin. . Die größte Umsiedlung von Judahiten nach Assyrien geschah aber um etwa 701 v. Chr.: In 2. Könige 18:13Im vierzehnten Jahr aber des Königs Hiskia zog herauf Sanherib, der König von Assyrien, wider alle festen Städte Judas und nahm sie ein. steht, dass der assyrische König Sanherib die festen Städte Judas einnahm. Jerusalem wurde von Sanherib nicht eingenommen, ihre Bewohner wurden erst etwa 120 Jahre später nach Babylon deportiert. Aber die Mehrheit (schätzungsweise 90 Prozent) der jüdischen Bevölkerung lebte außerhalb Jerusalems. Der assyrische Bericht„Und Hiskia vom Lande Juda, der sich meinem [= Sanheribs] Joch nicht gebeugt hatte, 46 seiner festen Städte, mit Mauern versehene, und die kleinen Städte in ihrer Umgebung, ohne Zahl, durch Niedertreten mit Bohlenbahnen und durch Ansturm mit Belagerungsmaschinen, durch den Kampf der Fußtruppen, durch Einbruchsstellen, Breschen und Mauerbrecher, belagerte und eroberte ich sie. 200 150 Leute, jung und alt, männlich und weiblich, Rosse, Maultiere, Esel, Kamele, Rinder und Kleinvieh ohne Zahl führte ich von ihnen heraus und rechnete sie als Beute. Ihn selbst, wie ein Käfigvogel, inmitten der Stadt Jerusalem, der Stadt seines Königtums, schloß ich ein. Befestigungen gegen ihn warf ich auf, und den aus dem Tore seiner Stadt Herauskommenden vergalt ich ihre Übertretung. Seine Städte, welche ich geplündert hatte, aus der Mitte seines Landes trennte ich sie ab, und dem Mitinti, König der Stadt Asdod, dem Padi, König der Stadt Ekron, und dem SilBel, König der Stadt Gaza, gab ich sie und verminderte sein Land. Zu dem früheren Tribut, der Abgabe ihres Landes, fügte ich eine Abgabepflicht als Geschenk für meine Herrschaft hinzu und legte sie ihnen auf.“

(Text vom sogenannten Taylor-Prisma, British Museum London, Originaltext auf akkadisch.)
von Sanheribs Feldzug aus dem Jahr 701 v. Chr. gegen das Land Judäa weist die Eroberung von 46 befestigten, jüdischen Städten aus (auch Lachisch, von Luther Lachis genannt) und in Folge die Erbeutung von 200 150 Menschen des Hauses Juda. Sie wurden dahin deportiert, wo seit zwei Jahrzehnten schon die 10 Stämme des Hauses Israel lebten.

Ein weiteres interessantes Indiz liegt vor: Nach dem Untergang des assyrischen Reiches bewegten sich die Kimmerer, Skythen und Sapardäer gemeinsam nach Norden über den Kaukasus (KristensenKristensen, A.K.G.: Who were the Cimmerians, and where did they come from? Kopenhagen: Det Kongelige Danske Videnskabernes Selskab, 1988., S. 131), um dann später nach Nordwesten Richtung Europa zu ziehen. Die Sapardäer waren die Leute aus Sepharad. Es gibt nur einen Ort mit dem Namen Sepharad, und der liegt dort, wo die deportierten Israeliten in Assyrien lebten. In der Bibel kommt der Ort Sepharad nur ein einziges Mal vor, in Obadja 1:20Und die Vertriebenen dieses Heeres der Kinder Israel, so unter den Kanaanitern bis gen Zarpath sind, und die Vertriebenen der Stadt Jerusalem, die zu Sepharad sind, werden die Städte gegen Mittag besitzen., wo etwas von „Vertriebenen der Stadt Jerusalem“ gesagt ist. Das müssen darum Juden aus der babylonischen Gefangenschaft gewesen sein. Dieser Ort Sepharad aus dem Buch Obadja ist der Name der Sephardim-Juden geworden. Gern wird auch ein Bericht von Josephus (Antiquitates Judaicae Bd. XII, Kap. 3:4He also testified in writing to our piety and loyalty when, on the occasion of his being in the upper satrapies, he learned of revolts in Phrygia and Lydia, and ordered Zeuxis, his governor, and one of his close friends, to send some of our people from Babylonia to Phrygia. He then wrote as follows. „King Antiochus to Zeuxis, his father, greeting. If you are in good health, it is well. I also am in sound health. Learning that the people in Lydia and Phrygia are revolting, I have come to consider this as requiring very serious attention on my part, and, on taking counsel with my friends as to what should be done, I determined to transport two thousand Jewish families with their effects from Mesopotamia and Babylonia to the fortresses and most important places. For I am convinced that they will be loyal guardians of our interests because of their piety to God, and I know that they have had the testimony of my forefathers to their good faith and eagerness to do as they are asked. It is my will, therefore – though it may be a troublesome matter – that they should be transported and, since I have promised it, use their own laws. And when you have brought them to the places mentioned, you shall give each of them a place to build a house and land to cultivate and plant with vines, and shall exempt them from payment of taxes on the produce of the soil for ten years. And also, until they get produce from the soil, let them have grain measured out to them for feeding their servants, and let there be given also to those engaged in public serviced sufficient for their needs in order that through receiving kind treatment from us they may show themselves the more eager in our cause. And take as much thought for their nation as possible, that it may not be molested by anyone.“) in diesem Zusammenhang genannt, demzufolge 2000 jüdische Familien aus baylonischer Gefangenschaft nach Phrygien und Lydien umgesiedelt wurden. Dort gab es wohl ein Sardis, aber kein Sepharad. Ob die Sapardäer der Kaukasusregion wirklich Sephardim-Juden waren oder nicht, ist nicht mehr entscheidend. Allein die Deportation der Juden durch Sanherib im Jahre 701 v. Chr. legt nahe, dass der überwiegende Teil des Hauses Juda und das Haus Israel schon längst wieder vereint sind und sich die Stämme Israels höchstens regional in den Gebieten des weißen Europas differenzierten.

Königshäuser in Europa

Isaak und Jakob wurde beiden verheißen, dass aus ihrer Linie eine Gesellschaft von Völkern mit Königen hervorgehen würde (1. Mose 17:16Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker., 1. Mose 35:11Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Völker [hebr.: goj] und Völkerhaufen [hebr.: qahal gojim] sollen von dir kommen, und Könige sollen aus deinen Lenden kommen; ...***Was Luther mit „Völker“ übersetzt, wird von anderen Übersetzern als „Nationen“ widergegeben. Zugrunde liegt das hebräische Wort goj (vgl. H1471 in Strong's Hebrew Lexicon), welches in der Bibel 558-mal vorkommt und aus theologischen Gründen systematisch bevorzugt als „heidnisches Volk“ interpretiert wird, obwohl hier in 1. Mose 35:11 doch eindeutig mit goj die Kinder Israel gemeint sind.). Wo sind diese Völker und Könige unter den selbstdeklarierten, so genannten „Juden“? Unabweislich aber ist, dass die weiße Bevölkerung Europas seit jeher von zahlreichen Königshäusern regiert wurde. Dem Stamm Juda ist eine immerwährende Thronfolge in Aussicht gestellt, Psalm 132:11-18 [11] Der HErr hat David einen wahren Eid geschworen – davon wird er sich nicht wenden –: „Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes. [12] Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich.“ [13] Denn der HErr hat Zion erwählt und hat Lust, daselbst zu wohnen. [14] „Dies ist meine Ruhe ewiglich, hier will ich wohnen; denn es gefällt mir wohl. [15] Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brot genug geben. [16] Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen fröhlich sein. [17] Daselbst soll aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet. [18] Seine Feinde will ich mit Schanden kleiden; aber über ihm soll blühen seine Krone.“ . Einige Menschen sind überzeugt, dass sich das britische Königshaus unterbrechungslos bis auf König David zurückführen lässt. Solch eine These ist nur sinnvoll, wenn Judahiten im Zuge der Völkerwanderung mit nach Europa kamen. Viele europäische Königshäuser haben einen Stammbaum mit maßgeblichem Anteil aus deutschen Adelsgeschlechtern, z. B. Belgien, Bulgarien, Dänemark, Großbritannien (Sachsen-Coburg & Gotha umbenannt in Windsor), Griechenland, Norwegen, Portugal, Rumänien und natürlich die vielen kleinen Königreiche in deutschen Landen.

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Israel im Himmel